Videosprechstunde

Angesichts der Gefährdung durch Virus-Infektionen wurde im März 2020 der Zugang zu psychotherapeutischen Behandlungen per Video („Video-Sprechstunde“) erleichtert. Die früher bestehenden Einschränkungen werden vorerst bis Ende Juni 2020 ausgesetzt.

Psychotherapeutische Leistungen erfordern nicht mehr zwingend den persönlichen Kontakt, sondern können auch in Form von Videositzungen erbracht werden.

Die Durchführung ist nicht von einer Gefährdung durch eine Virus-Infektion abhängig. Video-Sitzungen können von allen Patient_innen in Anspruch genommen werden, sofern dies der Behandlungsverlauf und die individuellen Lebensumstände zulassen. Die Entscheidung hierüber treffen Patient_in und Therapeut_in gemeinsam.

Maßgeblich sind weiterhin die Vorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Folgende Regelungen sind zwingend zu beachten:

  • Für die psychotherapeutischen Video-Sitzungen muss ein von der KBV zertifizierter Anbieter genutzt werden, der eine technisch sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbietet. Die Inhalte dürfen vom Videodienstanbieter weder eingesehen noch gespeichert werden. In den Video-Sitzungen wird selbstverständlich keine Werbung eingeblendet.
  • Die Patientin / der Patient muss für die Video-Sitzungen ihre / seine Einwilligung erteilen.
  • Psychotherapeutische Video-Sitzungen finden ohne die Anwesenheit Dritter in ruhigen, gut beleuchteten, geschlossenen Räumen statt, die eine angemessene Vertraulichkeit sicherstellen.
  • Die Video-Sitzungen müssen – wie jede Psychotherapie-Sitzung – störungsfrei verlaufen. Sie dürfen von den Beteiligten nicht aufgezeichnet, mitgeschnitten, gespeichert oder veröffentlicht werden. Verstöße können strafrechtliche Konsequenzen haben.
  • Zur technischen Durchführung ist es erforderlich, dass die Beteiligten über gut gesicherte Rechner (z. B. PC, Notebook, Tablet, Smartphone) mit Kamera, Mikrofon, Lautsprecher und Internetverbindung verfügen. Zum Schutz der Daten gehören ein aktuelles Betriebssystem, ein Virenschutzprogramm und eine aktivierte Firewall. Als Browser eignen sich beispielsweise Firefox, Google Chrome oder Safari.
  • Patient_innen erhalten von der Therapeutin / dem Therapeuten vorab einen Termin und einen Einwahlcode, mit dem sie sich direkt auf der Internet-Seite des Videodienstanbieters anmelden. Es ist keine gesonderte Software auf dem Rechner der Patient_innen notwendig.

Bitte sprechen Sie uns auf diese Behandlungsmöglichkeiten an. Wir erläutern gern den organisatorischen Ablauf. Die Handhabung ist einfacher als man vielleicht zunächst vermutet.